Den inneren Schweinehund zu überwinden fällt schon schwer bei Sonnenschein, aber wie viele Menschen leichtfüßig auch bei Schmuddelwetter durch den Park schweben, ist für manch einen schwer zu begreifen. Doch der Läuferkreis in Deutschland wächst, wie eine Studie vor kurzem bewies.
Zum Joggen ist nicht viel Equipment nötig, doch sollten sie zu allererst auf die richtigen Schuhe achten. Wer hier spart, läuft bald nicht mehr rund sondern eckig. Lassen sie sich am besten in einem qualifizierten Lauf-/ Sportladen beraten! Nicht selten kostet ein guter Schuh 120,-€. Wenn sie ein „älteres“ Modell aus der vorherigen Saison wählen, lassen sich leicht ein paar Euro sparen. Doch kann die Dämpfung des Schuhs eventuell durch lange Lagerung nicht mehr optimal sein, Auslaufmodelle sind daher eher etwas für „Normalfußläufer“.[1]

Joggen ist der perfekte Ausdauersport, der nicht schwer zu erlernen ist. Die Fitness wird allgemein auf Trab gebracht, Herz und Kreislauf, Knochen (Vorbeugen von Osteoporose und Arthrose) und Atmung werden gestärkt, die Fettverbrennung wird angekurbelt und man fühlt sich allgemein gut. Was sich oft als „Schinderei“ anhört, schafft Balance von Körper, Geist und Seele.
Sie können besser schlafen, fühlen sich frischer, verbessern ihr Körperbild und beenden vielleicht auch den Kampf mit ihrer Waage.
Weniger ist manchmal mehr! In diesem Beitrag handelt es sich um „sanftes“ Joggen, es geht um die Grundlagenausdauer und keine exzessiven Intervalleinheiten. Viele Läufer laufen viel zu schnell, um die folgenden positiven Effekte zu erreichen.
Läufer, die regelmäßig laufen, haben:
Wer an Übergewicht leidet, sollte erstmal andere Sportarten wie Walken, Schwimmen oder Radfahren vorziehen, da die Gelenkbelastung beim Laufen natürlich hoch ist. Wer schon etwas älter ist oder wer sich nicht sicher ist, wie es um seine Gesundheit bestellt ist, übergewichtig ist, viel raucht oder orthopädische Probleme hat, sollte vorher einen Check Up beim Haus- oder Sportarzt machen. Menschen, die Laufen (in Maßen) zur Rehabilitation eines Herzleidens durchführen möchten, sollten sich auf jeden Fall beim Sportarzt vorstellen.
Generell gilt aber, dass man für das Laufen nie zu alt ist. Ein prominentes Beispiel wäre hier Joschka Fischer, der mit 48 Jahren sein Übergewicht verlor und mit 50 Jahren zum Marathonläufer wurde!
Probieren Sie am Anfang einen Wechsel zwischen Laufen und Gehen.
Zum Beispiel: 8x 3 Minuten locker Joggen, dazwischen 2 Minuten Gehpause sind am Anfang völlig ausreichend.
Steigern können sie dann individuell, übernehmen sie sich aber nicht!
Gönnen sie sich auch ausreichend Pausen, denn die Muskulatur entwickelt sich nicht während des Laufens, sondern in den Pausen. Am besten ist ein Ausdauertraining an jedem zweiten Tag mit dazwischen liegenden Pausen. Auch ein Wechsel von unterschiedlichen Böden (Waldboden, Sandwege, mal Asphalt oder auch mal langsam quer durch den Wald) um speziell die Fußmuskulatur zu trainieren und somit Verletzungen im Sprunggelenk vorzubeugen ist ratsam.
Wer sein Training gezielt kontrollieren möchte, sollte auf eine Pulsuhr zurückgreifen.
Für Einsteiger gilt die Empfehlung: Ruhepuls +(220 -3/4 Alter- Ruhepuls)x 0,6
Wenn Sie schließlich regelmäßig laufen, achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, auch während des Laufens.
Mixen Sie Ihr Ausdauertraining mit einem Krafttraining, um Muskelpartien die beim Laufen nicht gebraucht werden zu stärken und vergessen Sie nicht, Ihren Körper ausreichend zu dehnen.
HINWEIS: Generell gilt bei Erkältungen oder Infekten mit Fieber jedoch nicht zu laufen! Auch wenn Sie sich schlapp fühlen, unkonzentriert sind, lieber mal eine Trainingspause machen.
Na dann, rein in die Laufschuhe und los geht’s, es gibt so viel zu entdecken!
[1] Normalfußläufer- Fußgelenk knickt bei Belastung nicht nach innen oder außen, normales Abrollverhalten, kein Senk/ Hohlfuß
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