Menschen denken oft dass es sich bei Ballaststoffen - wie der Name schon sagt- um unnötigen Ballast handelt und man deshalb liebend gerne darauf verzichten kann.
In der Tat handelt es sich um unverdauliche Nahrung, die der Körper wieder ausscheidet, die aber für ihn extrem wichtig ist.
Man nennt Ballaststoffe auch Faserstoffe. Sie kommen als Gerüst- und Stützsubstanzen in Pflanzen vor, sind für den menschlichen Organismus notwendig und wirken dabei aber sehr unterschiedlich.
Unterschieden wird in lösliche und unlösliche Ballaststoffe, wobei die Löslichen Wasser binden und aufquellen. Sie wirken vor allem im Stoffwechselbereich, wobei sie Cholesterin binden und damit die Blutfettwerte senken.
TIP: Symptomen wie Gallensteine, Arterienverkalkung und Herzinfarkt kann auf diesem Wege vorgebeugt werden.

Unlösliche Ballaststoffe wirken im Darm, wo sie Futter für Mikroorganismen und Bakterien sind. Diese wiederum setzen Fettsäure und Gas aus den Ballaststoffen frei und regen damit die Darmtätigkeit an.
Unlösliche Ballaststoffe sind das beste Mittel gegen Darmverstopfung und Krankheiten wie Darmkrebs oder Hämorrhoiden da sie für eine regelmäßige und schnelle Darmentleerung sorgen.
Allgemein gesehen sind Ballaststoffe dafür verantwortlich, dass wir unsere Nahrung länger und besser kauen, der Magen gefüllt wird, die Darmtätigkeit gewährleistet ist und der Blutzucker langsamer ansteigt.
TIP: Entgegen aller Befürchtungen erleichtern sie das Abnehmen und Halten des Gewichts, da sie gut sättigen.
Durchschnittlich nehmen Erwachsene in Deutschland 22g Ballaststoffe am Tag zu sich, wobei die Empfehlung mehr als 30g pro Tag lautet.
HINWEIS: Wenn Sie von einer ballaststoffarmen auf eine ballaststoffreiche Kost umstellen, sollten sie dies langsam tun, viel und gut kauen und sehr viel trinken, da sonst der Körper mit Blähungen und Verstopfung reagieren kann.
Besonders viele Ballaststoffe findet man in Getreide und Vollkornprodukten, ein bisschen weniger dagegen in Gemüse und Salat- dabei vorwiegend in allen Kohlsorten, Broccoli, Karotten, Fenchel, rote Beete und Wirsing-, Hülsenfrüchten, Obst (Heidelbeeren, Kiwi, Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Birnen, Apfel, Orangen, Bananen, Rosinen, Datteln) und Nüssen.
Ausreichend trinken ist wichtig, damit die Ballaststoffe gut quellen können.
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