Diese Diätform wurde nach dem Glykämischen Index entwickelt, und hat einige Gemeinsamkeiten mit den Low-Carb Diäten. Es geht um die Wirkung von Lebensmitteln auf den Blutzucker. Der glykämische Index (Wert von 1 bis 110) beschreibt dabei, wie hoch 50g Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel steigen lassen im Vergleich zu 50g Glukose. Je schneller und höher die Glukosekonzentration im Blut steigt, desto mehr Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, um diesen Zucker in die Zellen zu transportieren.
Je höher diese kurzzeitigen Insulinwerte sind, desto tiefer sinkt nachfolgend der Blutzuckerspiegel wieder, was Hungergefühl trotz ausreichender Energieversorgung auslöst. Insulin spielt im Fettstoffwechsel eine große Rolle und so führt dieser Prozess auf Dauer zu mehr Fettpolstern durch Überernährung. Dabei gilt ein Lebensmittel als gut im Sinne von Gewichtsreduktion, wenn es einen niedrigen Blutzuckerspiegel und damit einen niedrigen Insulinspiegel auslöst. Das Hormon Insulin hat nämlich nicht nur die Eigenschaft den Blutzuckerspiegel zu senken, es stoppt auch gleichzeitig die Fettverbrennung. Deshalb ist es für das Abnehmen im Sinne der Glyx- Diät besonders wichtig, nur Lebensmittel zu essen, die einen niedrigen Blutzuckerspiegel erzeugen.
Die Glyx-Tabelle gibt darüber Auskunft, welche Lebensmittel geeignet oder ungeeignet sind. Werte unter 55 gelten als niedriger Glyx, der mittlere Glyx geht von 55 bis 70 und alle Werte über 70 werden als hoher Glyx beschrieben. Der glykämische Index ist jedoch keine feste Größe sondern abhängig von zum Beispiel dem individuellen Stoffwechsel, Kohlenhydratgehalt einer Mahlzeit, sowie deren Zubereitung und Zusammensetzung. So sollte man beachten, dass der Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels (in g) eine große Rolle spielt. Liegt dieser Anteil unter 10 g pro 100 g Lebensmittel, dürfen auch Produkte gegessen werden, die einen hohen glykämischen Index aufweisen. So hat beispielsweise eine Wassermelone einen glykämischen Index von 75 und wäre laut Tabelle deshalb zum Abnehmen ungeeignet. Jedoch liegt ihr Kohlenhydratanteil bei nur 7 g pro 100 g und darum kann auch die Wassermelone gegessen werden, ohne dass der Insulinspiegel negativ beeinflusst wird. Es gibt nur wenige Lebensmttel direkt aus der Natur, die einen hohen Glyx-Wert haben, dazu zählen Kartoffeln, Melonen, Bananen und einige süße Früchte. Der Mensch ist für einen hohen Glyx selber verantwortlich, so nimmt er Stärke und Zucker über Fertigprodukte zu sich, was schmeckt und süchtig macht oder er mahlt Getreide, entfernt Schale und Keim vom Korn bis nur noch weißes Mehl übrig ist.
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